Nachtarbeit 30 % Zuschlag

    „Denn die Klägerin hat auf der Grundlage des § 6 Abs. 5 ArbZG wegen ihrer Dauernachtarbeit Anspruch auf einen Zuschlag von 30 % des ihr zustehenden Bruttoarbeitsentgelts.“
    So steht es in der Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichtes zu einem aktuellen Urteil.

    Am 25.4.2018 erging ein BAG-Urteil bzgl. des Mindestlohns und Nachtzuschlags eine Zeitungszustellerin. Darin wurde zwar leider die Verfassungsmäßigkeit des in der Vergangenheit für die reine Zeitungszustellung abgesenkten Mindestlohns bejaht. Doch bzgl. des Nachtzuschlags wurde endlich klar gestellt, dass 30% auch in der Zeitungszustellung bei Dauernachtarbeit angemessen sind! Sobald die Urteilsbegründung da ist, wird ver.di dazu ein ausführliches Info herausgeben.

    Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichts Nr. 20/2018

    Update

    Alle Informationen zum BAG-Urteil 5 AZR 25/17 vom 25.4.2018
    gibt es rechts nebenstehend in der pdf-Datei zum Download

     

    Den "Zusteller" gibt es nicht

    Der Betriebsrat wünscht sich mehr Austausch mit unseren Trägern
    Wenn man als Betriebsrat Beschäftigte berät oder vertritt, dann ist die Ausgangsposition der Fakten innerhalb einer Arbeitsgruppe oft sehr ähnlich. Die Bedingungen der KollegInnen am Arbeitsplatz und ihre Ausbildung sind vergleichbar, Unterschiede bestehen oft nur in Fragen der Entlohnung und der Arbeitszeit. Und bei ZustellerInnen? Natürlich gibt es auch hier viel Vergleichbares, aber die Unterschiede sind sehr viel größer als bei einer Arbeitsgruppe im Büro. Grundsätzlich sind ja alle Menschen verschieden, gemeinsam ist hoffentlich allen, dass jede/r seine Arbeit so gut wie möglich machen möchte. Es geht nicht um die Qualität der Arbeit, sondern um die Grundvoraussetzungen der Beschäftigten – in unserem Falle derer in der Zustellung.
    Mehr...

    ZustellerInnen der RZZ protestieren bei DuMont, gegen das Geschenk der neuen großen Koalition an die Zeitungsverleger (Arbeitgeber sollen weniger bezahlen für die Rente der ZeitungszustellerInnen).

    Seminarbericht zum BR-Seminar in Undeloh Juni 2018

    Wie bei jedem Seminar für Betriebsräte in der Zeitungszustellung wird von einem Seminarteilnehmer ein Protokoll bzw. ein Erfahrungsbericht erstellt. So auch diesmal beim Seminar in Undeloh in der Lüneburger Heide im Juni 2018.
    Thema des Seminars:
    „Aktuelle Entwicklungen in den Arbeitsbeziehungen und den rechtlichen Rahmenbedingungen in der Zeitungszustellung und ihre Auswirkungen auf die Arbeit der Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen“

    Mehr dazu...

    Regierung: Geheimnis um Geschenk für Verleger | Panorama 3 | NDR

    Union und SPD wollen den Arbeitgeberanteil für die Rentenversicherung bei minijobbenden Zeitungszustellern absenken. Doch von wem kam der Vorschlag?
    Der ganze Filmbeitrag hier:

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Regierung-Geheimnis-um-Geschenk-fuer-Verleger,panoramadrei2816.html

    Geheimnis um Geschenk für Verleger | Panorama 3 | NDR

    Keine Subventionierung der Zeitungsverleger zu Lasten der Zeitungszusteller/innen

    Wir fordern: Weder Beitragserhöhungen, noch Einbußen bei den Rentenbezügen

    Der Koalitionsvertrag beinhaltet ein Millionengeschenk an die Zeitungsverleger bei den Arbeitgeberanteilen der Rentenbeiträge für Zeitungszusteller/innen im Minijob!

    Ein Interview mit dem stellvertretenden ver.di Vorsitzenden Frank Werneke

     

    Reaktion der SPD-Bundestagsfraktion zur Rentenversicherung von ZustellerInnen und dem Koalitionsvertrag
    Unsere Kollegin Sarah Karczewski hat alle SPD Abgeordneten und die SPD Bundestagsfraktion zu den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag zur Rentenversicherung von ZustellerInnen und dem Koalitionsvertrag angeschrieben.

    Hier die Antwort von Andrea Timm, SPD Bundestagsfraktion, AG Arbeit und Soziales:

    Minijob, Minilohn, Minirente

    Die neue große Koalition auf Kosten der ZustellerInnen?

    Gerade ist die neue Druck + Papier erschienen.
    Auf den Seiten 1,4,5 und 10 geht es um uns ZeitungszustellerInnen:

    Wie sich Zeitungsdruckereien aus der Verantwortung stehlen | Aber es geht auch anders  Seite 1
    Rutschbahn in die Altersarmut  Seite 4
    Minijob Rechte + Zahlen und Fakten  Seite 5
    Die mächtige Lobby der Zeitungsverleger (Zusteller erhalten seit 1. Januar 2018 erstmals vollen Mindestlohn | Große Koalition vereinbart erneut Nachlass für Zeitungsbesitzer - Rente )  Seite 10

     

    Kürzung der Rentenbeiträge?

    GroKo will Rentenbeiträge für ZeitungszustellerInnen kürzen. Bei einem Minijob-Verdienst von 450 €/Monat macht das einen Betrag von 45 €/Monat weniger für die spätere Rente.
    Kritiker befürchten eine Aushöhlung des Mindestlohns.
    Verantwortlich dafür sein will aber niemand.
    Ein Filmbeitrag von ZAPP NDR

    Die Reaktion des Bundesverbandes der Zeitungsverleger erfolgte sehr schnell mit einer Pressemitteilung .

    Versteckte Einbußen bei der Rente für die Zeitungszusteller

    Still und heimlich wurde von den Koalitionspartnern Union und SPD eine Sonderregelung für Zeitungszusteller im Koalitionsvertrag eingebaut: Zur "Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte" soll demnach der Rentenbeitrag für Zeitungszusteller rückwirkend ab 1. Januar 2018 für zunächst fünf Jahre "von 15 auf 5 Prozent abgesenkt" werden. Damit würden die ohnehin geringen Rentenansprüche der Betroffenen nochmals deutlich reduziert. Zudem müssten sie – sofern sie bereits rentenversicherungspflichtig waren und dies auch bleiben wollen – künftig 13,6 statt bisher 3,6 Prozent ihres Verdiensts aus eigener Tasche aufbringen.
    Wie diese Regelung den Weg in den Koalitionsvertrag gefunden hat, wissen nicht einmal die Mitglieder der Koalitionsarbeitsgruppe »Soziales«. Sie sei »wohl über die Chefebene eingespeist worden«, und mutmaßlich »führt die Spur zur CSU«.
    Mehr dazu :
    https://www.jungewelt.de/artikel/327018.springen-für-döpfner.html
    https://www.ihre-vorsorge.de/nachrichten/lesen/verwirrung-um-rentenbeitrag-fuer-zeitungszusteller.html?cHash=3e7e500a496fb7525a31a11590d5451a

    https://www.stern.de/politik/deutschland/groko--stern-verhindert-renten-einbussen-fuer-zeitungsboten-7875384.html

    https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2018/02/die-zeitungsverleger-und-der-erfolgreiche-lobbyismus.html

    https://www.tagesschau.de/inland/renten-zeitungszusteller-101.html

    Seminarankündigung

    Wir möchten hiermit auf die nächsten Seminare für Betriebsräte in Zeitungszustellbetrieben hinweisen:

    18. bis 23 November 2018 in Gladenbach
    Seminarnummer: F08-1811181
    Seminare 2019:
    23. bis 30. Juni 2019 in Brannenburg
    Seminarnummer: F08-1906235
    10. bis 15. November 2019 in  Gladenbach
    Seminarnummer: F08-1911101


    Freistellung ist jeweils nach § 37.6 BetrVG.
    Hier findet ihr auch das Anmeldeformular für die Seminare
    Weitere Informationen zu Seminaren und Seminarberichten gibts hier

    DGB-Live-Chat

    Am 20.Februar fand ein Live-Chat mit dem DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell zu Fragen rund um den Mindestlohn für zeitungszusteller statt. Mit dabei war auch Thomas Meyer-Fries, er berät Betriebsräte in wirtschaftlichen Fragen, überwiegend im ver.di-Fachbereich Verlage, Druckindustrie und Papierverarbeitung.
    der Chat zum Nachlesen:
    http://www.dgb.de/mindestlohnchat

    Zusteller entlassen wegen Gründung eines Betriebsrates?

    Wurden die Zusteller entlassen weil der Arbeitgeber keinen Betriebsrat dulden wollte? Es hat zumindest den Anschein, denn die Nordkurier-Mediengruppe hat jetzt rund 60 Zeitungs- und Postzusteller entlassen, die einen Betriebsrat gründen wollten. Mehr dazu in den NDR Nachrichten

    Mindestlohn wirklich Jobkiller?

    Bisher wurde immer behauptet, dass durch die Einführung des Mindestlohns sehr viele Jobs wegfallen würden. Eine neue Studie zeigt aber: Das stimmt alles nicht. Im Gegenteil, die Zahl der neuen Arbeitsplätze nimmt sogar noch zu. Druck + Papier hat  mit Gerhard Bosch gesprochen, ein Professor für Arbeits- und Wirtaschftssoziologie an der Uni Duisburg-Essen und bis vor kurzem Direktor des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ)
    http://verdi-drupa.de/2016/07/15/gigantische-fehlprognose/

    Datenschutz mal ganz praktisch

    REZENSION:
    Wenn Betriebs- und Personalräte sich mit Datenschutz befassen, geht es meistens darum, den Missbrauch von Arbeitnehmerdaten zu verhindern. Das ist gut - gilt aber nicht nur für »die anderen«, sondern auch für die Arbeitnehmervertretung selbst.
    VON WOLFGANG FRICKE
    mehr...

    Zusteller zahlen die Zeche

    Angesichts sinkender Auflagen versuchen Unternehmen in der Zeitungszustellung, neue Geschäftsfelder zu erschließen – auf Kosten der Beschäftigten.
    Immer mehr zusätzliche Produkte sollen von den Zustellern ohne jeglichen Mehrverdienst mitverteilt werden.
    In einem Artikel in der "Druck und Papier" wird über diese Zustände für die  Berliner Zeitungszusteller berichtet.
    Mehr dazu in der neuen Druck und Papier

     

    Was bietet ver.di?

    weiter…
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    „Selbst-Verwaltung? Ein staubtrockener Begriff!“ –
    – Das hören wir immer wieder, wenn wir mit unseren ver.di-Kollegen und -Kolleginnen über die Selbstverwaltung in den Sozialversicherungen sprechen.
    Hinter diesem „staubtrockenen Begriff“ verbirgt sich allerdings eine sehr lebendige Wirklichkeit: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, Vertreterinnen der Versicherten und der Arbeitgeber entscheiden gemeinsam in den Vorständen und Vertreterversammlungen der Sozialversicherungen über die wichtigen Grundsatzfragen der Sozialverwaltung. Es geht um den Haushalt der Rentenversicherung, um die Besetzung von Führungspostionen bei allen Sozialversicherungsträgern, um die Gestaltung der Leistungen der Krankenversicherungen und der Unfallversicherungen, um die Rehakliniken der DRV...

    ver.di hat einen Cartoon-Film erstellt, der anschaulich erklärt, was in der Selbstverwaltung tatsächlich passiert und warum sie so wichtig ist.

    Hauptperson des Films ist Viola, die ver.di-Versichertenälteste. Sie erzählt, was es bewirkt, dass engagierte ver.di-Kollegen und Kolleginnen als Versichertenberaterinnen, als Mitglieder in Widerspruchsausschüssen und in den anderen Gremien der Sozialversicherungen die Interessen der Versicherten vertreten.  Der kurze Film eignet sich sehr gut als Erstinformation in Betriebsversammlungen oder bei ver.di-Veranstaltungen, bei denen wir jetzt die Kollegen und Kolleginnen auf die Bedeutung der Selbstverwaltung hinweisen wollen. Damit im nächsten Jahr – wenn die Gremien der Selbstverwaltung in den Sozialwahlen neu besetzt werden – niemand mehr denkt: Staubtrocken, diese Selbstverwaltung. Auf der Homepage des Ressorts Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (https://arbeitsmarkt-und-sozialpolitik.verdi.de) finden sich auch jeden Monat neu Interviews mit aktiven ver.di-Selbstverwalterinnen und -Selbstverwalter, die aus ihrer Arbeit erzählen. Wir wollen, dass möglichst viele ver.di-Kollegen und -Kolleginnen wissen, wie wichtig die Arbeit unserer Selbstverwalter_innen ist. 
    Link zum Video „Selbstverwaltung – eine Erfolgsgeschichte“: 
    https://arbeitsmarkt-und-sozialpolitik.verdi.de/selbstverwaltung

    ver.di Kampagnen