DGB-Mindestlohn-Chat: Was Zeitungszusteller jetzt wissen müssen

    Am 20. Februar findet von 17 bis 19 Uhr der nächste DGB-Mindestlohn-Chat mit Vorstandsmitglied Stefan Körzell statt. Er beantwortet Fragen rund um den Mindestlohn für Zeitungszustellerinnen und Zeitungszusteller. Und auch unser Kollege Thomas Meyer-Fries wird mit dabei sein.

    Fragen können bereits vorab unter folgendem Link gestellt werden:
    http://www.dgb.de/mindestlohnchat

    Hier die Link zur Ankündigung des Chats auf den Seiten des DGB:

    http://www.dgb.de/mindestlohnchat/?5b26afd6-d684-11e6-9fa6-525400e5a74a-page=2

     

    Versteckte Einbußen bei der Rente für die Zeitungszusteller

    Still und heimlich wurde von den Koalitionspartnern Union und SPD eine Sonderregelung für Zeitungszusteller im Koalitionsvertrag eingebaut: Zur "Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte" soll demnach der Rentenbeitrag für Zeitungszusteller rückwirkend ab 1. Januar 2018 für zunächst fünf Jahre "von 15 auf 5 Prozent abgesenkt" werden. Damit würden die ohnehin geringen Rentenansprüche der Betroffenen nochmals deutlich reduziert. Zudem müssten sie – sofern sie bereits rentenversicherungspflichtig waren und dies auch bleiben wollen – künftig 13,6 statt bisher 3,6 Prozent ihres Verdiensts aus eigener Tasche aufbringen. Nicht nur, dass die Zeitungszusteller noch nicht den geregelten Mindestlohn erhalten, sollen sie demnach auch noch weniger Rente bekommen und der Arbeitgeber bekommt einen Ausgleich für den Mindestlohn, den er bezahlen muss.
    Wie diese Regelung den Weg in den Koalitionsvertrag gefunden hat, wissen nicht einmal die Mitglieder der Koalitionsarbeitsgruppe »Soziales«. Sie sei »wohl über die Chefebene eingespeist worden«, und mutmaßlich »führt die Spur zur CSU«.
    Mehr dazu :
    https://www.jungewelt.de/artikel/327018.springen-für-döpfner.html
    https://www.ihre-vorsorge.de/nachrichten/lesen/verwirrung-um-rentenbeitrag-fuer-zeitungszusteller.html?cHash=3e7e500a496fb7525a31a11590d5451a

    Seminarankündigung

    Wir möchten hiermit auf die nächsten Seminare für Betriebsräte in Zeitungszustellbetrieben hinweisen:

    10 bis 15.Juni 2018 Undeloh
    Seminarnummer: F08-1806101
    18. bis 23 November 2018 Gladenbach
    Seminarnummer: F08-1811181
    Freistellung ist jeweils nach § 37.6 BetrVG.
    Hier findet ihr auch das Anmeldeformular für die Seminare

    Zusteller bis 2018 benachteiligt

    Bis Ende nächsten Jahres sollen Zeitungszusteller beim Mindestlohn weiter diskriminiert werden. Während andere Beschäftigte ab dem 
1. Januar 2017 mindestens 8,84 Euro pro Stunde verdienen müssen, sind es bei Zustellern nur 8,50 Euro. Bis Ende 2016 erhalten Zeitungsboten sogar nur einen Mindestlohn von 7,23 Euro pro Stunde.
    http://verdi-drupa.de/2016/07/15/zusteller-bis-2018-benachteiligt/

    Zusteller entlassen wegen Gründung eines Betriebsrates?

    Wurden die Zusteller entlassen weil der Arbeitgeber keinen Betriebsrat dulden wollte? Es hat zumindest den Anschein, denn die Nordkurier-Mediengruppe hat jetzt rund 60 Zeitungs- und Postzusteller entlassen, die einen Betriebsrat gründen wollten. Mehr dazu in den NDR Nachrichten

    Mindestlohn wirklich Jobkiller?

    Bisher wurde immer behauptet, dass durch die Einführung des Mindestlohns sehr viele Jobs wegfallen würden. Eine neue Studie zeigt aber: Das stimmt alles nicht. Im Gegenteil, die Zahl der neuen Arbeitsplätze nimmt sogar noch zu. Druck + Papier hat  mit Gerhard Bosch gesprochen, ein Professor für Arbeits- und Wirtaschftssoziologie an der Uni Duisburg-Essen und bis vor kurzem Direktor des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ)
    http://verdi-drupa.de/2016/07/15/gigantische-fehlprognose/

    Datenschutz mal ganz praktisch

    REZENSION:
    Wenn Betriebs- und Personalräte sich mit Datenschutz befassen, geht es meistens darum, den Missbrauch von Arbeitnehmerdaten zu verhindern. Das ist gut - gilt aber nicht nur für »die anderen«, sondern auch für die Arbeitnehmervertretung selbst.
    VON WOLFGANG FRICKE
    mehr...

    Mindestlohn-Kampf

    Seit Mai 2014 kämpften die Betriebsräte der Zeitungszusteller in der ganzen Bundesrepublik für den gesetzlichen Mindestlohn. Alle, von Nord bis Süd, hatten sich miteinander vernetzt, so das alle Infos aus Funk, Fernsehen, Internet und Zeitungen alle Mitstreiter/innen erreichten.
    Die Gewerkschaft ver.di unterstützte zusätzlich mit Flyern, Aufklebern sowie mit aktuellem Infomaterial unter anderem die Diskussion der Politiker mit den Verlegern.
    Oftmals hatten die Betriebsräte fast den Mut verloren, doch sie kämpften weiter.
    Seit Januar 2015 ist die erste Stufe erreicht. Erst Januar 2017 bekommen Zeitungszusteller den angestrebten Mindestlohn von 8,50€ die Stunde.
    Trotz allem haben sie es erreicht

    Bielefelder "Helden der Nacht"

    Bielefelder "Helden der Nacht"

    Zusteller zahlen die Zeche

    Angesichts sinkender Auflagen versuchen Unternehmen in der Zeitungszustellung, neue Geschäftsfelder zu erschließen – auf Kosten der Beschäftigten.
    Immer mehr zusätzliche Produkte sollen von den Zustellern ohne jeglichen Mehrverdienst mitverteilt werden.
    In einem Artikel in der "Druck und Papier" wird über diese Zustände für die  Berliner Zeitungszusteller berichtet.
    Mehr dazu in der neuen Druck und Papier

     

    ZustellerInnenaktionen

    Warnstreik
    Foto/Grafik: verdi
    Warnstreik
    Foto/Grafik: verdi

    Was bietet ver.di?

    weiter…
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    „Selbst-Verwaltung? Ein staubtrockener Begriff!“ –
    – Das hören wir immer wieder, wenn wir mit unseren ver.di-Kollegen und -Kolleginnen über die Selbstverwaltung in den Sozialversicherungen sprechen.
    Hinter diesem „staubtrockenen Begriff“ verbirgt sich allerdings eine sehr lebendige Wirklichkeit: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, Vertreterinnen der Versicherten und der Arbeitgeber entscheiden gemeinsam in den Vorständen und Vertreterversammlungen der Sozialversicherungen über die wichtigen Grundsatzfragen der Sozialverwaltung. Es geht um den Haushalt der Rentenversicherung, um die Besetzung von Führungspostionen bei allen Sozialversicherungsträgern, um die Gestaltung der Leistungen der Krankenversicherungen und der Unfallversicherungen, um die Rehakliniken der DRV...

    ver.di hat einen Cartoon-Film erstellt, der anschaulich erklärt, was in der Selbstverwaltung tatsächlich passiert und warum sie so wichtig ist.

    Hauptperson des Films ist Viola, die ver.di-Versichertenälteste. Sie erzählt, was es bewirkt, dass engagierte ver.di-Kollegen und Kolleginnen als Versichertenberaterinnen, als Mitglieder in Widerspruchsausschüssen und in den anderen Gremien der Sozialversicherungen die Interessen der Versicherten vertreten.  Der kurze Film eignet sich sehr gut als Erstinformation in Betriebsversammlungen oder bei ver.di-Veranstaltungen, bei denen wir jetzt die Kollegen und Kolleginnen auf die Bedeutung der Selbstverwaltung hinweisen wollen. Damit im nächsten Jahr – wenn die Gremien der Selbstverwaltung in den Sozialwahlen neu besetzt werden – niemand mehr denkt: Staubtrocken, diese Selbstverwaltung. Auf der Homepage des Ressorts Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (https://arbeitsmarkt-und-sozialpolitik.verdi.de) finden sich auch jeden Monat neu Interviews mit aktiven ver.di-Selbstverwalterinnen und -Selbstverwalter, die aus ihrer Arbeit erzählen. Wir wollen, dass möglichst viele ver.di-Kollegen und -Kolleginnen wissen, wie wichtig die Arbeit unserer Selbstverwalter_innen ist. 
    Link zum Video „Selbstverwaltung – eine Erfolgsgeschichte“: 
    https://arbeitsmarkt-und-sozialpolitik.verdi.de/selbstverwaltung

    ver.di Kampagnen